Bürgerinitiative im Interview mit SAT.1

Immer mehr Drogen am Neumarkt. In einem Interview mit SAT.1 NRW hatten wir die Möglichkeit, auf unsere Situation am Neumarkt hinzuweien. Eine Situation, vor der Stadtpolitik und Verwaltung bislang die Augen offensichtlich immer noch verschließen.

Zu dem 2-minütigen Kurzbeitrag gelangen Sie hier

 

Unsere Stadt am Montagmorgen um 6:00 Uhr

28. Juni 2020: Ein ganz normaler Montagmorgen um 6:00 Uhr am Neumarkt. Die Drogenszene hat ihre deutlichen Spuren hinterlassen. Damit für den Wochenstart alles glänzt kommt die Stadtreinigung wie immer noch, um das alles aufzuräumen. Tiefgaragen und Hauseingänge müssen die Eigentümer/Mieter selbst reinigen. Soll das die Zukunft für unsere Stadt sein? Soll das zur Normalität werden, die man tolerieren muss?

Unterträgliche Zustände in unseren Veedeln

Nicht nur am Neumarkt, überall in der Innenstadt, am Friesenplatz, Brüsseler Platz, Zülpicher Platz, Barbarossaplatz, Rudolfplatz, Ebertplatz, Hansaring und auch am Clodwigplatz (jüngster Artikel im Ksta) das gleiche Bild: überall Offener Drogenkonsum, Drogenhandel, Drogenmüll und sonstige Hinterlassenschaften. Man findet kaum noch einen Platz und dessen Umfeld, der nicht betroffen ist.

Verwaltung unternimmt nichts

Beide Vereine am Neumarkt, die Bürgerinitiative Zukunft Neumarkt (BI) und die Interessengemeinschaft Neumarkt (IG) haben im vergangenen Jahr aktiv den Dialog mit Politik und Verwaltung aufgenommen, um Lösungsansätze für Umfeldverbesserungen zu skizzieren. Wir haben hierzu einen Aktionsplan erstellt und diesen mit dem Gesundheitsamt besprochen. Dieser hat jedoch in keiner Weise zu einer Entlastung geführt, da seitens der Verwaltung nichts unternommen wurde, was zu einer Entlastung hätte führen können. Der Neumarkt und der Josef-Haubrich-Hof sind weiterhin einer der vielen tolerierten El Dorados für Drogenhandel in unserer Stadt, im Übrigen eine tolerierte Straftat! Weder Polizei noch Ordnungsamt treten im Rahmen ihrer Ordnungspartnerschaft in offensichtlicher und für uns wirksamer Weise in Erscheinung. Hilferufe der Anwohner werden mit niedriger Priorität behandelt. Streetworker auf der Straße sind nicht zu finden, stattdessen zahlreiche Abhängige in der ganzen Stadt mit allen damit einhergehenden und intensiv besprochenen Problemen.

Geld für Werbemaßnahmen sind da – auf der Strecke bleiben ganze Viertel

Eines ist aber seitens der Verwaltung getan: aktuelle massive Kommunikationsmaßnahmen der Stadt Köln in Presse und auf Plakatwänden, die die Drogenpolitik der Stadt und den mobilen Drogenkonsumraum derzeit einseitig als vollen Erfolg bewerten. Aus unserer Sicht vollkommen realitätsfern! Scheinbar sind jedoch Gelder für kostspielige Werbemaßnahmen vorhanden, während sich erhöhte Reinigungsfrequenzen in den Grundbesitzabgaben widerspiegeln, die Nebenkosten erhöhen und somit von den Anwohnern getragen werden. Statt die knappen Steuergelder in Plakatwände zu investieren, wären sie an anderer Stelle sicher sinnvoller aufgehoben, um die Situation für alle zu verbessern.

Wir erwarten, dass die Stadt ihre Versprechen erfüllt

Wir erwarten von der Verwaltung, dass sie ihre Versprechen einhält und einlöst, die sie der Politik und uns Anwohnern gegeben hat! Wir erwarten signifikante Verbesserungen in unserem Wohn- und Arbeitsumfeld, die uns mit der Installation des Drogenkonsumraums angekündigt wurden. Dies haben wir auch gegenüber dem Sozialdezernenten Dr. Rau und dem Leiter des Gesundheitsamts Dr. Nießen in einer Mail vom 4. Juni genau so formuliert.

Ein für Montag mit dem Gesundheitsamt geplantes Treffen haben beide Vereine am Neumarkt, die Bürgerinitiative und die Interessengemeinschaft, abgesagt. Wir stehen gern wieder genau dann bereit, wenn ernsthaftes Interesse erkennbar ist, die Situation zu verbessern.

Bitte schildern Sie uns weiter Ihre Eindrücke

Wie bitten Sie, uns weiterhin mit Bildern, Videos und Mails Ihre Eindrücke an buergerinitiative@zukunft-neumarkt.de zu schildern. All Ihre Schilderungen behandelt wir vertraulich und veröffentlichen diese nur mit Ihrem ausdrücklichen Einverständnis. Über die Entwicklungen werden wir Sie weiterhin wie gewohnt auf unserer Website, auf Facebook, in unserem Newsletter und über Pressemitteilungen informieren.