Gesundheitsamt: Für die Beseitigung des Drogenmülls und Unrats sind die Anwohner zuständig!

Wochenlang wurde der Hauseingang Neumarkt 13 von Menschen in Beschlag genommen, die dort Drogen konsumierten und ihren gesamten Müll, Drogenutensilien und Essensreste hinterließen. Unternommen hat hier weder Polizei noch Ordnungsamt oder Gesundheitsamt etwas. Sie ließen das Treiben einfach gewähren. Anstatt sich um das Problem und die Menschen zu kümmern, verwies das Gesundheitsamt auf Anfrage der Bürgerinitiative an die Zuständigkeit des Hauseigentümers für Ordnung vor der Haustür zu sorgen. Nun hat dieser im Juni eine Glastür eingebaut, um dem Treiben ein Ende zu setzen.

Unterträgliche Zustände in unseren Veedeln

Nicht nur am Neumarkt, überall in der Innenstadt, am Friesenplatz, Brüsseler Platz, Zülpicher Platz, Barbarossaplatz, Rudolfplatz, Ebertplatz, Hansaring und auch am Clodwigplatz (jüngster Artikel im Ksta) das gleiche Bild: überall Offener Drogenkonsum, Drogenhandel, Drogenmüll und sonstige Hinterlassenschaften. Man findet kaum noch einen Platz und dessen Umfeld, der nicht betroffen ist.

Verwaltung unternimmt nichts

Beide Vereine am Neumarkt, die Bürgerinitiative Zukunft Neumarkt (BI) und die Interessengemeinschaft Neumarkt (IG) haben im vergangenen Jahr aktiv den Dialog mit Politik und Verwaltung aufgenommen, um Lösungsansätze für Umfeldverbesserungen zu skizzieren. Wir haben hierzu einen Aktionsplan erstellt und diesen mit dem Gesundheitsamt besprochen. Dieser hat jedoch in keiner Weise zu einer Entlastung geführt, da seitens der Verwaltung nichts unternommen wurde, was zu einer Entlastung hätte führen können. Der Neumarkt und der Josef-Haubrich-Hof sind weiterhin einer der vielen tolerierten El Dorados für Drogenhandel in unserer Stadt, im Übrigen eine tolerierte Straftat! Weder Polizei noch Ordnungsamt treten im Rahmen ihrer Ordnungspartnerschaft in offensichtlicher und für uns wirksamer Weise in Erscheinung. Hilferufe der Anwohner werden mit niedriger Priorität behandelt. Streetworker auf der Straße sind nicht zu finden, stattdessen zahlreiche Abhängige in der ganzen Stadt mit allen damit einhergehenden und intensiv besprochenen Problemen.

Geld für Werbemaßnahmen sind da – auf der Strecke bleiben ganze Viertel

Eines ist aber seitens der Verwaltung getan: aktuelle massive Kommunikationsmaßnahmen der Stadt Köln in Presse und auf Plakatwänden, die die Drogenpolitik der Stadt und den mobilen Drogenkonsumraum derzeit einseitig als vollen Erfolg bewerten. Aus unserer Sicht vollkommen realitätsfern! Scheinbar sind jedoch Gelder für kostspielige Werbemaßnahmen vorhanden, während sich erhöhte Reinigungsfrequenzen in den Grundbesitzabgaben widerspiegeln, die Nebenkosten erhöhen und somit von den Anwohnern getragen werden. Statt die knappen Steuergelder in Plakatwände zu investieren, wären sie an anderer Stelle sicher sinnvoller aufgehoben, um die Situation für alle zu verbessern.

Wir erwarten, dass die Stadt ihre Versprechen erfüllt

Wir erwarten von der Verwaltung, dass sie ihre Versprechen einhält und einlöst, die sie der Politik und uns Anwohnern gegeben hat! Wir erwarten signifikante Verbesserungen in unserem Wohn- und Arbeitsumfeld, die uns mit der Installation des Drogenkonsumraums angekündigt wurden. Dies haben wir auch gegenüber dem Sozialdezernenten Dr. Rau und dem Leiter des Gesundheitsamts Dr. Nießen in einer Mail vom 4. Juni genau so formuliert.

Ein für Montag mit dem Gesundheitsamt geplantes Treffen haben beide Vereine am Neumarkt, die Bürgerinitiative und die Interessengemeinschaft, abgesagt. Wir stehen gern wieder genau dann bereit, wenn ernsthaftes Interesse erkennbar ist, die Situation zu verbessern.

Bitte schildern Sie uns weiter Ihre Eindrücke

Wie bitten Sie, uns weiterhin mit Bildern, Videos und Mails Ihre Eindrücke an buergerinitiative@zukunft-neumarkt.de zu schildern. All Ihre Schilderungen behandelt wir vertraulich und veröffentlichen diese nur mit Ihrem ausdrücklichen Einverständnis. Über die Entwicklungen werden wir Sie weiterhin wie gewohnt auf unserer Website, auf Facebook, in unserem Newsletter und über Pressemitteilungen informieren.

#CORONA: Hotline für Nachbarschaftshilfe

Am 18.03.20 berichteten wir bereits über die Internetplattform nebenan.de. Dort finden Nachbarn im Veedel zusammen, um sich gegenseitig in diesen Zeiten beizustehen und zu helfen. Doch nicht jeder hat einen Internetzugang oder kann damit so leicht umgehen. Gerade ältere Nachbarn, die als Risikogruppe geschützt werden müssen, haben oft keinen Zugang zu den vielen Online-Angeboten. Umso mehr freuen wir uns, dass es nun dank der nebenan.de Stiftung auch eine  Hotline für Nachbarschaftshilfe gibt.

Sie suchen Hilfe?

Dann rufen Sie die folgende Telefonnummer an:

HOTLINE FÜR NACHBARSCHAFTSHILFE  0800 866 55 44

Unter der Hotline können Personen ein Hilfe-Gesuch aufgeben. Das Gesuch wird automatisch nach PLZ sortiert auf der neuen Seite nebenan.de/corona eingespielt und ist nur für registrierte und verifizierte Nutzer sichtbar. BITTE TEILEN SIE DIESE HOTLINE IN DER NACHBARSCHAFT (Aushang, weitersagen etc.)

Sie können helfen?

  • Registrieren und verfizieren Sie sich bei nebenan.de. Wenn Sie schon ein Nutzerkonto haben, loggen Sie sich ein.
  • Sehen Sie sich die aktuellen Hilfe-Gesuche aus Ihrem PLZ-Gebiet an und schauen Sie, wem Sie helfen können.
  • Klicken Sie auf „Jetzt helfen“ , erhalten Sie die Telefonnummer des Suchenden und nehmen Sie direkt Kontakt auf

So funktioniert’s:

 

#CORONA: Nachbarn helfen Nachbarn

Liebe Anwohnerinnen und Anwohner,

in diesen für uns allen sehr ungewöhnlichen Zeiten müssen und wollen wir näher zusammenrücken. Sie suchen Hilfe? Für viele von uns stellen sich gerade folgende Fragen: Wie stelle ich die Kinderbetreuung sicher, wenn Kitas und Schulen geschlossen haben? Wie komme ich an Einkäufe oder Medikamente, wenn ich gesundheitsbedingt nicht vor die Tür kann? Wie komme ich an mögliche finanzielle Hilfen oder andere Unterstützung?

Nachbarn in Ihrer Nähe stehen vielleicht vor ähnlichen Herausforderungen oder können Ihnen bei der Betreuung, beim Einkauf oder bei anderen Besorgungen und wichtigen Gängen Unterstützung bieten. Doch wie finden wir zusammen? Woher wissen wir wer Hilfe benötigt oder gerade helfen kann? Hierzu gibt es eine Online-Plattform: nebenan.de.

Bei nebenan.de haben sich allein für die Altstadt/Süd bereits ca. 5.000 aktive Nachbarn registriert. Dort finden Sie ganz sicher zusammen. Für nebenan.de gibt es auch eine App im App Store oder bei Google Play.

Bleiben Sie gesund und kommen Sie gut durch diese für uns alle sehr ungewohnten Zeiten.

 

Ihre Bürgerinitiative Zukunft Neumarkt e.V.