Modellprojekt in Köln: Stadt bringt „Kümmerer“ auf den Neumarkt

Das Kümmererkonzept, an dem wir knapp 1 Jahr lang zusammen mit der Stadt gearbeitet haben, ist nun kurz vor der Fertigstellung! Das berichtet auch der Kölner Stadt-Anzeiger am 16.10.2021 (Link zum Artikel).

Was bedeutet das? Kümmerer für den Neumarkt? Uns war immer wichtig, dass auf dem Neumarkt permanent Personen sind, die den Neumarkt, den KVB-Bereich und die an den Neumarkt angrenzenden Problembereiche im Blick haben. Personen, an die sich die Bürgerinnen und Bürger sowie Geschäftsleute direkt wenden können. Personen, die den Neumarkt kennen. Personen, die schnell Polizei, Ordnungsamt, private Sicherheitsdienste, Sozialarbeiter oder Rettungskräfte aktivieren können. Personen, die sehen, wo sich Müll und Unrat befindet und mit der AWB in Kontakt stehen. Das sind die Kümmerer! Dieses Modellprojekt für Köln soll nun in wenigen Wochen am Neumarkt an den Start gehen (KSTA, 16.10.21). Es ist ein weiteres wichtiges Puzzlestück, um der Verwahrlosung unseres Neumarkts und der daran angrenzenden Bereiche zu begegnen und gleichzeitig mit den Bürgerinnen und Bürgern im permanenten Kontakt zu stehen.

Danke an all diejenigen, die die Arbeit unserer Bürgerinitiative in den letzten Monaten so stark unterstützt haben. Dieser große Rückhalt aus der Anwohnerschaft und seitens der Geschäftsleute war und ist sehr wichtig für unsere Arbeit. Wie wir sehen, können wir doch einiges gemeinsam mit Stadt und Ordnungsbehörden erreichen und bewegen, wenn wir miteinander im konstruktiven Dialog stehen, dabei ein gemeinsames Ziel vor Augen haben und alle an einem Strang ziehen.

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Begegnung auf dem Neumarkt unter dem Motto: Zukunft gemeinsam gestalten

Gestern waren wir auf dem Neumarkt, um unsere Ideen zur Gestaltung des Neumarkts mit den Bürgerinnen und Bürgern zu diskutieren. Viele brannten vor Ideenreichtum, brachten Zeitungsausschnitte oder Bilder aus anderen Städten mit. Andere kamen mit Konzepten zu Kunstinstallationen und Ideen für Veranstaltungen und Gastro. Man spürte an diesem sonnigen Tag die Freude über das gemeinsame neue Engagement für den über Jahrzehnte vernachlässigten Platz im Herzen unserer Stadt. Einig waren wir uns alle darin, dass dringend und schnell was passieren muss.
Wir hatten an unserem Stand auch Besuch von Andrea Blome (Stadtdirektorin), Andreas Hupke (Bezirksbürgermeister Innenstadt), Dr. Ralf Unna (Ratsmitglied und Vorsitzendender des Gesundheitsausschusses) sowie Annett Polster (Geschäftsführerin von Stadtmarketing Köln). Auch Sie unterstützen über ihre Rollen in Verwaltung, Politik und Wirtschaft alle unser Engagement zur Wiederbelebung des Platzes. Es war ein sehr interessanter, spannender und intensiver Austausch. Demokratie hautnah. Wir freuen uns darauf, die Dinge weiter gemeinsam schnell nach vorne zu bringen und so Zukunft gemeinsam zu gestalten.

Bündnis gegen Verwahrlosung

Es geht um die zunehmende Verwahrlosung der Kölner Innenstadt. Obdachlosigkeit, stark alkoholisierte Menschen, Drogenkonsum, zunehmende Aggressivität, Fäkalien, Müll… Es wird immer schlimmer!

Vor diesem Hintergrund haben wir uns in einem ersten Treffen am 2.9.2021 mit zehn weiteren Bürgervereinen und Interessengemeinschaften der Innenstadt zusammengetan, um der drohenden Verwahrlosung der Innenstadt entgegenzuwirken. Damit wollen wir Politik und Verwaltung dabei unterstützen, die Themen zunehmende Obdachlosigkeit/Trinkerszene, Vermüllung, Drogenhandel und -konsum ehrgeiziger anzugehen. In zwei Wochen treffen wir uns wieder, um unsere Zusammenarbeit zu vertiefen und zu strukturieren.

Der „Kölner Stadt-Anzeiger“ berichtete darüber am 4.9.2021 ganzseitig in seiner Samstagsausgabe. Klicken Sie dazu gern auf den Artikel und lesen Sie den gesamten Beitrag.

Des Weiteren anbei auch der Kommentar von Detlef Schmalenberg vom 4.9.2021 zum Artikel mit der Überschrift „Das Potenzial der Kölner Initiativen muss genutzt werden“. Klicken Sie dazu gern auf den Artikel und lesen Sie den gesamten Kommentar.

Offener Brief an den Vorsitzenden des Gesundheitsausschusses der Stadt Köln

Es geht um die zunehmende Verwahrlosung der Kölner Innenstadt. Obdachlosigkeit, stark alkoholisierte Menschen, Drogenkonsum, zunehmende Aggressivität, Fäkalien, Müll… Es wird immer schlimmer!

In einem offenen Brief haben wir uns daher zusammen mit Stadtmarketing Köln, dem Bürgerverein Kölner Eigelstein, der ABC Interessengemeinschaft Südstadt und der Interessengemeinschaft Neumarkt an den Vorsitzenden des Gesundheitsausschusses der Stadt Köln gewendet.

Darin bitten wir den Vorsitzenden des Gesundheitsausschusses das Thema in den kommenden Sitzungen des Gesundheitsausschusses zum Schwerpunktthema zu machen. Wir brauchen dringend auf die heutige Zeit angepasste wirksame und nachhaltige ganzheitliche Lösungen. So kann es nicht weiter gehen.

Anbei der offene Brief zum Nachlesen

Offener Brief an den Vorsitzenden des Gesundheitsausschusses